Gesetze, Richtlinien, Normen, Verordnungen und Grundsatzurteile für Hausverwaltungen

Die wichtigsten Gesetze für Hausverwaltungen: BGB, WEG, BetrKV, HeizKV, GEG, DSGVO u. v. m. Mit Pflichten, Fristen und Praxis-Tipps.

Rechtlicher Hinweis

Die hier dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und stellen keine Rechtsberatung dar.

Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Angaben wird keine Gewähr übernommen. Maßgeblich sind stets die aktuellen Gesetzestexte und die Rechtsprechung. Bei konkreten Rechtsfragen wenden Sie sich an einen Rechtsanwalt oder Steuerberater.

BGB

Bürgerliches Gesetzbuch

Gesetz

Das BGB ist das Fundament des deutschen Zivilrechts und enthält die Vorschriften für Mietverhältnisse (§§ 535 ff. BGB) und für das Wohnungseigentumsrecht (§§ 1–50 WEG, seit der Reform 2020 ins BGB integriert).

In Kraft seit
1. Januar 1900
Paragraphen
2385
Relevante §§
§§ 535 ff.

Regelungsbereich

  • Rechte und Pflichten von Vermietern und Mietern (Mietzahlung, Schönheitsreparaturen, Mietminderung)
  • Kündigungsvorschriften und Fristen
  • Betriebskostenabrechnung nach gesetzlichen Vorgaben
  • Instandhaltungspflicht für Eigentümer
  • Modernisierungsrecht (§§ 555b ff. BGB)
  • Allgemeine Regeln des Vertragsrechts für Verwaltungsverträge

Auswirkungen auf die Hausverwaltung

Hausverwaltungen müssen Mietverträge und Beschlüsse rechtssicher gestalten, Fristen überwachen, ordnungsgemäß abrechnen und die gesetzlichen Vorgaben zur Instandhaltung sowie Modernisierung beachten. Streitigkeiten zwischen Eigentümern oder zwischen Vermieter und Mieter werden in aller Regel auf Basis des BGB entschieden.

Wichtige Anforderungen

1
Rechtssichere Gestaltung von Mietverträgen und Beschlüssen
2
Überwachung und Einhaltung gesetzlicher Fristen
3
Ordnungsgemäße Betriebskostenabrechnung
4
Umsetzung der Instandhaltungspflicht
5
Rechtliche Begleitung von Modernisierungsmaßnahmen

WEG

Wohnungseigentumsgesetz

Gesetz

Das WEG regelt das Zusammenleben in einer Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG). Es bestimmt die Rechte und Pflichten der Eigentümer und die Aufgaben der Verwaltung.

Reform
2020
Mehrheit
Einfach
Privilegierte Maßnahmen
Vereinfacht

Regelungsbereich

  • Rechte und Pflichten der Wohnungseigentümer
  • Aufgaben und Pflichten der Hausverwaltung
  • Eigentümerversammlungen und Beschlussfassungen
  • Führung der Beschlusssammlung
  • Bestellung, Abberufung und Haftung von Verwaltern
  • Privilegierte Maßnahmen (Ladeinfrastruktur, Barrierefreiheit)
  • Bildung der Instandhaltungsrücklage

Auswirkungen auf die Hausverwaltung

Verwalter müssen rechtssicher einladen, protokollieren und Beschlüsse umsetzen. Sie tragen Mitverantwortung für bauliche Veränderungen und die ordnungsgemäße Finanzverwaltung der Eigentümergemeinschaft. Die WEG-Reform 2020 hat die Entscheidungsfindung vereinfacht: für viele Maßnahmen reicht nun die einfache Mehrheit.

Wichtige Anforderungen

1
Ordnungsgemäße Durchführung von Eigentümerversammlungen
2
Rechtssichere Beschlussfassung und Protokollierung
3
Führung einer vollständigen Beschlusssammlung
4
Bildung einer angemessenen Instandhaltungsrücklage
5
Umsetzung privilegierter Maßnahmen nach vereinfachten Regeln
6
Ordnungsgemäße Finanzverwaltung

BetrKV

Betriebskostenverordnung

Verordnung

Die BetrKV konkretisiert, welche Nebenkosten Vermieter auf Mieter umlegen dürfen. Dazu gehören Kosten für Heizung, Wasser, Abwasser, Müll, Gartenpflege oder den Hauswart, nicht aber Verwaltungskosten oder Instandhaltung.

§ 1 BetrKV
17 Kostenpositionen
Nicht umlagefähig
Verwaltung
Kürzungsrecht
15%

Regelungsbereich

  • Umlagefähige Betriebskosten (17 Kostenpositionen)
  • Kosten für Heizung, Wasser, Abwasser und Müll
  • Gartenpflege und Hauswarttätigkeiten
  • Ausschluss von Verwaltungskosten und Instandhaltung
  • Abrechnungsmodalitäten und Fristen

Auswirkungen auf die Hausverwaltung

Hausverwaltungen müssen sich streng an den Katalog der umlagefähigen Kosten halten und für eine transparente, fristgerechte und nachvollziehbare Abrechnung sorgen. Eine falsche oder unvollständige Abrechnung kann zur Rückzahlungspflicht oder gar zum Verlust der Betriebskostennachzahlung führen.

Wichtige Anforderungen

1
Strikte Einhaltung des Katalogs umlagefähiger Kosten
2
Transparente und nachvollziehbare Abrechnung
3
Fristgerechte Abrechnungserstellung
4
Ordnungsgemäße Dokumentation aller Kostenpositionen
5
Berücksichtigung der BGH-Rechtsprechung

HeizKV

Heizkostenverordnung

Verordnung

Die HeizKV schreibt vor, dass Heiz- und Warmwasserkosten grundsätzlich verbrauchsabhängig abgerechnet werden müssen. Sie verpflichtet Vermieter und Verwalter zur Installation von geeigneten Messgeräten und seit 2022 zur Fernablesbarkeit dieser Geräte.

Pflicht seit
2022
Kürzungsrecht
15%
Fernablesbar
Ja

Regelungsbereich

  • Verbrauchsabhängige Abrechnung von Heiz- und Warmwasserkosten
  • Installation und Fernablesbarkeit von Messgeräten
  • Informationspflichten gegenüber Mietern
  • Ausnahmen für Passivhäuser und Einrohrheizungen
  • Kürzungsrecht bei Nichteinhaltung (15%)

Auswirkungen auf die Hausverwaltung

Hausverwaltungen sind verpflichtet, für eine rechtssichere Abrechnung zu sorgen, die Messgeräte zu kontrollieren und die gesetzlichen Informationspflichten gegenüber Mietern und Eigentümern einzuhalten. Dies erfordert eine enge Abstimmung mit Messdienstleistern und Heizungsfirmen.

Wichtige Anforderungen

1
Installation fernablesbarer Messgeräte bis 2027
2
Verbrauchsabhängige Abrechnung sicherstellen
3
Regelmäßige Kontrolle der Messgeräte
4
Einhaltung der Informationspflichten
5
Enge Abstimmung mit Messdienstleistern

TrinkwV

Trinkwasserverordnung

Verordnung

Die TrinkwV regelt die Qualität von Trinkwasser und verpflichtet Eigentümer größerer Anlagen zur regelmäßigen Untersuchung auf Legionellen. Auch Temperaturvorgaben und technische Standards (z. B. für Warmwasseraufbereitung) sind darin festgelegt.

Prüfintervall
3 Jahre
Grenzwert
100 KBE/100ml
Temperatur
> 60°C

Regelungsbereich

  • Qualitätsanforderungen an Trinkwasser
  • Regelmäßige Legionellenuntersuchung (alle 3 Jahre)
  • Temperaturvorgaben für Warmwasseraufbereitung
  • Technische Standards für Trinkwasseranlagen
  • Informationspflichten bei Grenzwertüberschreitungen
  • Sanktionen bei Nichteinhaltung

Auswirkungen auf die Hausverwaltung

Verwalter müssen Prüfintervalle überwachen, Wartungsverträge abschließen und die Ergebnisse dokumentieren. Eine enge Zusammenarbeit mit Fachfirmen ist zwingend erforderlich. Werden die Vorgaben nicht erfüllt, drohen Bußgelder oder im schlimmsten Fall die Stilllegung der Anlage.

Wichtige Anforderungen

1
Organisation und Dokumentation der Legionellenprüfung (alle 3 Jahre)
2
Überwachung der Prüfintervalle
3
Abschluss von Wartungsverträgen mit Fachfirmen
4
Information der Mieter und Behörden bei Grenzwertüberschreitungen
5
Sicherstellung der Einhaltung von Temperaturvorgaben

GEG

Gebäudeenergiegesetz

Gesetz

Das GEG ersetzt seit 2020 die frühere Energieeinsparverordnung (EnEV) und regelt Anforderungen an den Energieverbrauch von Gebäuden. Es verpflichtet Eigentümer, bestimmte energetische Standards bei Neubau und Sanierung einzuhalten.

In Kraft seit
November 2020
Ersetzt
EnEV
EE-Anteil
65%

Regelungsbereich

  • Energetische Standards für Neubau und Sanierung
  • Austausch alter Heizungen und Heizungsoptimierung
  • Pflicht zur Erstellung von Energieausweisen
  • Einsatz erneuerbarer Energien (65% ab 2024)
  • Förderungsfähige Sanierungsmaßnahmen

Auswirkungen auf die Hausverwaltung

Hausverwaltungen müssen Eigentümergemeinschaften beraten, Sanierungsmaßnahmen initiieren und die gesetzlichen Fristen überwachen. Die rechtliche Begleitung von Modernisierungen und die Information über notwendige Maßnahmen gehören zu den zentralen Aufgaben.

Wichtige Anforderungen

1
Beratung der Eigentümer zu energetischen Sanierungen
2
Initiierung und Begleitung von Modernisierungsmaßnahmen
3
Überwachung gesetzlicher Fristen
4
Sicherstellung der Energieausweispflicht
5
Information über Förderungsmöglichkeiten

GewO § 34c

Gewerbeordnung

Gesetz

Die GewO regelt, dass Hausverwalter eine Erlaubnis nach § 34c benötigen. Damit soll die Zuverlässigkeit und Fachkunde von Verwaltern sichergestellt werden.

Weiterbildung
20 Std. / 3 Jahre
Erlaubnis
Erforderlich
Seit
2018

Regelungsbereich

  • Erlaubnispflicht nach § 34c für Hausverwalter
  • Nachweis der Zuverlässigkeit und Fachkunde
  • Weiterbildungspflicht (20 Stunden in 3 Jahren)
  • Makler- und Verwaltertätigkeiten
  • Professionalisierung und Überwachung des Berufsbildes

Auswirkungen auf die Hausverwaltung

Hausverwaltungen müssen ihre Zuverlässigkeit nachweisen, sich regelmäßig fortbilden und ihre Tätigkeiten im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben ausführen. Verstöße gegen diese Pflichten können zum Entzug der Erlaubnis führen.

Wichtige Anforderungen

1
Nachweis der Zuverlässigkeit und Fachkunde
2
Weiterbildung von mindestens 20 Stunden in 3 Jahren
3
Führung und Dokumentation der Weiterbildungen
4
Einhaltung der gewerberechtlichen Vorgaben
5
Meldung relevanter Änderungen an die Behörden

BDSG & DSGVO

Bundesdatenschutzgesetz & Datenschutz-Grundverordnung

Gesetz & Verordnung

Das BDSG ergänzt die europäische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), die seit 2018 gilt. Hausverwaltungen verarbeiten viele personenbezogene Daten (z. B. Mieterdaten, Eigentümerlisten, Abrechnungen), weshalb der Datenschutz von zentraler Bedeutung ist.

DSGVO seit
Mai 2018
Max. Bußgeld
20 Mio. €
Betroffenenrechte
8 Rechte

Regelungsbereich

  • Verarbeitung personenbezogener Daten
  • Technische und organisatorische Maßnahmen (TOM)
  • Informationspflichten gegenüber Betroffenen
  • Auftragsverarbeitungsverträge mit Dienstleistern
  • Dokumentations- und Nachweispflichten
  • Rechte der Betroffenen (Auskunft, Löschung, etc.)

Auswirkungen auf die Hausverwaltung

Hausverwaltungen müssen Datenschutzkonzepte erstellen, Mitarbeiter schulen und bei Bedarf einen Datenschutzbeauftragten benennen. Verstöße können zu hohen Bußgeldern und Schadensersatzforderungen führen.

Wichtige Anforderungen

1
Erstellung und Umsetzung von Datenschutzkonzepten
2
Implementierung technischer und organisatorischer Maßnahmen
3
Schulung der Mitarbeiter im Datenschutz
4
Bennenung eines Datenschutzbeauftragten (ab 20 Personen)
5
Abschluss von Auftragsverarbeitungsverträgen
6
Führung eines Verarbeitungsverzeichnisses

BauGB

Baugesetzbuch

Gesetz

Das BauGB ist das zentrale Gesetz des öffentlichen Baurechts. Es regelt die städtebauliche Ordnung, die Aufstellung von Bebauungsplänen und die Zulässigkeit von Bauvorhaben.

Anwendung
Öffentliches Baurecht
Erschließung
Kostenbeteiligung
Nachbarschutz
Ja

Regelungsbereich

  • Städtebauliche Ordnung und Bebauungspläne
  • Zulässigkeit von Bauvorhaben
  • Erschließung und Kostenbeteiligung der Eigentümer
  • Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahmen
  • Genehmigungspflichtige bauliche Maßnahmen
  • Schutz von Nachbarschaftsinteressen

Auswirkungen auf die Hausverwaltung

Hausverwaltungen müssen BauGB-Vorgaben bei Modernisierungen, Baumaßnahmen oder Grundstückserschließungen beachten und Eigentümer über Kostenbeteiligungen informieren. Bei baulichen Maßnahmen im Gemeinschaftseigentum ist die Genehmigungspflicht zu prüfen.

Wichtige Anforderungen

1
Prüfung der Genehmigungspflicht bei baulichen Maßnahmen
2
Information der Eigentümer über Erschließungskosten
3
Beachtung der städtebaulichen Vorschriften
4
Koordination bei Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahmen
5
Wahrung der Nachbarschaftsinteressen

LBO

Landesbauordnungen

Verordnung

Jedes Bundesland hat eine eigene Bauordnung, die Anforderungen an die Bauausführung, Nutzung und Sicherheit von Gebäuden regelt. Dazu gehören Vorschriften zu Brandschutz, Fluchtwegen, Aufzügen, Spielplätzen und Abstandsflächen.

Anwendung
16 Bundesländer
Rauchmelderpflicht
Bundesweit
Prüfpflichten
Regelmäßig

Regelungsbereich

  • Anforderungen an Bauausführung, Nutzung und Sicherheit
  • Brandschutz, Fluchtwege und Aufzüge
  • Spielplätze und Abstandsflächen
  • Regelmäßige Prüfung technischer Anlagen
  • Verkehrssicherungspflicht
  • Rauchmelderpflicht (in allen Bundesländern)

Auswirkungen auf die Hausverwaltung

Hausverwaltungen müssen sicherstellen, dass Gebäude den baurechtlichen Vorschriften entsprechen und erforderliche Prüfungen durchgeführt werden. Sie tragen die Verkehrssicherungspflicht und müssen die Rauchmelderpflicht umsetzen. Verstöße können zu Bußgeldern und Haftungsfällen führen.

Wichtige Anforderungen

1
Sicherstellung der Verkehrssicherungspflicht
2
Umsetzung der Rauchmelderpflicht
3
Organisation regelmäßiger Prüfungen technischer Anlagen
4
Einhaltung der Brandschutzvorschriften
5
Gewährleistung sicherer Fluchtwege

HGB

Handelsgesetzbuch

Gesetz

Das HGB gilt für Hausverwaltungen als Kaufleute, wenn sie gewerblich tätig sind. Es regelt die ordnungsgemäße Buchführung, Jahresabschlüsse und Aufbewahrungspflichten.

Aufbewahrung
10 Jahre
Buchführung
Pflicht
Sorgfalt
Kaufmännisch

Regelungsbereich

  • Ordnungsgemäße Buchführung und Dokumentation
  • Jahresabschlüsse und Rechnungslegung
  • Aufbewahrungspflichten (10 Jahre)
  • Vertretung und Haftung von Geschäftsführern
  • Kaufmännische Sorgfalt bei Vermögensverwaltung

Auswirkungen auf die Hausverwaltung

Hausverwaltungen müssen eine ordnungsgemäße Buchhaltung sicherstellen, Belege 10 Jahre aufbewahren und transparente Jahresabrechnungen für Eigentümer vorlegen. Das HGB verpflichtet zur kaufmännischen Sorgfalt, was für die Verwaltung fremden Vermögens entscheidend ist.

Wichtige Anforderungen

1
Ordnungsgemäße Buchführung nach HGB-Standards
2
Aufbewahrung von Belegen für 10 Jahre
3
Transparente Jahresabrechnungen erstellen
4
Einhaltung kaufmännischer Sorgfaltspflichten
5
Ordnungsgemäße Dokumentation aller Geschäftsvorfälle

ArbSchG

Arbeitsschutzgesetz

Gesetz

Das ArbSchG dient dem Schutz der Gesundheit von Arbeitnehmern. Für Hausverwaltungen ist es relevant, wenn sie eigenes Personal beschäftigen, etwa Hausmeister, Reinigungskräfte oder Verwaltungsangestellte.

Gefährdungsbeurteilung
Pflicht
Unterweisung
Regelmäßig
Arbeitsschutz
Verbindlich

Regelungsbereich

  • Schutz der Gesundheit von Arbeitnehmern
  • Gefährdungsbeurteilungen und Schutzmaßnahmen
  • Unterweisung der Mitarbeiter
  • Anforderungen an Arbeitsräume (ArbStättV)
  • Beleuchtung, Belüftung und Sicherheit

Auswirkungen auf die Hausverwaltung

Verwalter müssen als Arbeitgeber Arbeitsschutzstandards einhalten, andernfalls drohen Bußgelder und Haftungsrisiken. Dies bedeutet zusätzliche organisatorische Verantwortung, wenn eigenes Personal eingesetzt wird.

Wichtige Anforderungen

1
Durchführung von Gefährdungsbeurteilungen
2
Regelmäßige Unterweisung der Mitarbeiter
3
Umsetzung erforderlicher Schutzmaßnahmen
4
Einhaltung der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV)
5
Dokumentation aller Arbeitsschutzmaßnahmen

IfSG

Infektionsschutzgesetz

Gesetz

Das IfSG regelt Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor Infektionskrankheiten. Für Hausverwaltungen ist es insbesondere bei der Trinkwasserhygiene relevant.

Meldepflicht
Legionellen
Verknüpfung
TrinkwV
Sanktionen
Straf-/Bußgeld

Regelungsbereich

  • Schutz vor Infektionskrankheiten
  • Meldepflichten bei Legionellenbefall
  • Hygienepflichten für Trinkwasseranlagen
  • Vorgaben bei Pandemien (z.B. COVID-19)
  • Kontaktbeschränkungen und Versammlungsvorgaben

Auswirkungen auf die Hausverwaltung

Hausverwaltungen müssen sicherstellen, dass Trinkwasseruntersuchungen korrekt durchgeführt werden und bei Überschreitungen unverzüglich Behörden und Mieter informiert werden. Das Gesetz ist eng mit der Trinkwasserverordnung verknüpft.

Wichtige Anforderungen

1
Korrekte Durchführung von Trinkwasseruntersuchungen
2
Unverzügliche Meldung bei Legionellenbefall
3
Information von Behörden und Mietern bei Grenzwertüberschreitungen
4
Einhaltung von Hygienepflichten
5
Umsetzung von Pandemievorgaben

EnWG

Energiewirtschaftsgesetz

Gesetz

Das EnWG regelt die Energieversorgung in Deutschland und die Rolle der Messstellenbetreiber. Für Hausverwaltungen ist es relevant, da es die Pflichten bei der Strom- und Wärmeversorgung in Gebäuden betrifft.

Smart Meter
Pflicht
Messstellenbetreiber
Wählbar
Wettbewerb
Förderung

Regelungsbereich

  • Energieversorgung und Netzstabilität
  • Rolle und Pflichten der Messstellenbetreiber
  • Umrüstung auf intelligente Messsysteme (Smart Meter)
  • Abrechnungsmodalitäten für Energie
  • Wettbewerb und Verbraucherschutz

Auswirkungen auf die Hausverwaltung

Hausverwaltungen müssen Eigentümer über Modernisierungspflichten und mögliche Kosten informieren und Verträge mit Energieversorgern prüfen. Die Verwaltungspraxis erfordert eine enge Zusammenarbeit mit Energieversorgern und Messdienstleistern.

Wichtige Anforderungen

1
Information der Eigentümer über Smart Meter-Pflicht
2
Prüfung von Verträgen mit Energieversorgern
3
Koordination der Smart Meter-Installation
4
Berücksichtigung der Abrechnungsmodalitäten
5
Enge Zusammenarbeit mit Messdienstleistern

BetrSichV

Betriebssicherheitsverordnung

Verordnung

Die BetrSichV regelt den sicheren Betrieb von technischen Anlagen, etwa Aufzügen, Druckbehältern oder Heizkesseln. Sie schreibt regelmäßige Prüfungen durch zugelassene Überwachungsstellen (z. B. TÜV, DEKRA) vor.

Prüfstellen
TÜV, DEKRA
Dokumentation
Erforderlich
Haftung
Bei Versäumnis

Regelungsbereich

  • Sicherer Betrieb technischer Anlagen
  • Regelmäßige Prüfungen durch zugelassene Stellen
  • Aufzüge, Druckbehälter und Heizkessel
  • Prüfintervalle und Dokumentationspflichten
  • Betreiberpflichten und Haftung

Auswirkungen auf die Hausverwaltung

Hausverwaltungen müssen Wartungs- und Prüfpläne erstellen, Fachfirmen beauftragen und Nachweise sorgfältig archivieren. Als Vertreter der Eigentümer sind sie für die Einhaltung verantwortlich. Werden Prüfintervalle versäumt, kann das zu Unfällen und Haftung führen.

Wichtige Anforderungen

1
Erstellung und Überwachung von Wartungs- und Prüfplänen
2
Beauftragung zugelassener Überwachungsstellen (TÜV, DEKRA)
3
Sorgfältige Archivierung aller Prüfnachweise
4
Fristgerechte Durchführung aller Prüfungen
5
Dokumentation aller sicherheitsrelevanten Maßnahmen

Häufig gestellte Fragen zu rechtlichen Aspekten

Antworten auf die wichtigsten Fragen zu Gesetzen, Verordnungen und rechtlichen Aspekten bei Hausverwaltung